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Cape Town - The Mother City

Südafrika
von Vera Geuenich
erstellt am
13.08.2016

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boulders beach
bistro long street
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waterfront
signal hill
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Cape Town - The Mother City

Kapstadt gehört zweifelsfrei zu den schönsten Städten der Welt. Inzwischen bin ich bereits drei Mal an diesem faszinierenden Ort gewesen, der meine persönliche Leidenschaft für Afrika geweckt hat.

Die Südafrikaner bezeichnen die Stadt gerne als ihre „Mother City“ (Mutterstadt). Grund dafür ist zum einen die Tatsache, dass sie als erste Stadt zur Zeit der südafrikanischen Kolonialzeit gegründet wurde. Zum anderen leiten einige den Namen vom griechischen Wort „Metropolis“ ab, das übersetzt Mutterstadt bedeutet und Kapstadt als einzige Metropole Südafrikas hervorhebt.

Heute pulsiert das Leben in Kapstadt, einem Schmelztiegel der Kulturen. Hier trifft afrikanische Tradition auf westliche Moderne und asiatische Exoten. In keinem anderen Land der Welt leben so viele verschiedene Kulturen gemeinschaftlich, wie in Südafrika. Nicht umsonst trägt die Nation auch den Namen „Regenbogennation“ oder wird umschrieben mit der Bezeichnung „Eine Welt in einem Land“. Kapstadt verdankt seinen Namen der geografischen Lage und Nähe zum südlich gelegenen Kap der guten Hoffnung, aber dazu später mehr.

Der Flug nach Kapstadt ist von Frankfurt und München aus direkt möglich. Die Flugzeit beträgt ca. 12 Stunden, jedoch ist man aufgrund der geringen Zeitumstellung nicht mit einem biologischen Jetlag konfrontiert. Die innere Uhr tickt also wie gewohnt weiter, als würde man auf die Kanaren fliegen. Hinzu kommen noch viele weitere Verbindungen mit Umstieg, wie z.B. über Dubai, Abu Dhabi, Amsterdam oder Istanbul.

Bei einem Urlaub in Kapstadt gibt es viel zu erkunden. Ohne Probleme kann man eine Zeit zwischen 10-14 Tagen einplanen, um die Stadt und ihre wunderschöne Umgebung zu erleben. Jedem der zum ersten Mal dort ist, empfehle ich zu Beginn ein „Hop On - Hop Off“ Busticket zu kaufen. Mit diesem hat man die Möglichkeit einen ersten Überblick von den wichtigsten Highlights zu bekommen. Mit dem 2-Tages Ticket ist das ganze etwas entspannter und man hat neben der klassischen blauen und roten Linie auch noch einige Extras, wie eine Hafenrundfahrt oder eine Wine Tour, inklusive.

Das markanteste Highlight der Stadt ist unumstritten der Tafelberg. Der 1086 m hohe Berg gilt als das Wahrzeichen von Kapstadt und zählt zu den sieben Naturwundern der Welt. Ein Aufstieg ist für jeden Besucher ein Muss, denn der Ausblick ist einfach einmalig. Oben hat man die Möglichkeit auf einem Plateau mehrere Kilometer zu spazieren und dabei immer neue Aussichten zu entdecken. Nicht nur Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Ich empfehle ein bisschen Verpflegung für ein Picknick einzupacken und dieses an einem ruhigen Ort zu genießen. Wie sagt man so schön: „Der Weg ist das Ziel“. Meiner Meinung nach trifft dieses Zitat auch auf den Tafelberg zu, den ich bereits zweimal hinaufgeklettert bin. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsrouten. Die einen sind sehr steil angelegt, dafür in 2 Stunden zu bewältigen, andere eher flach und nehmen dementsprechend mehr Zeit in Anspruch. Als weitere Alternative besteht bei gutem Wetter auch die Möglichkeit mit der Seilbahn hinaufzufahren. Mein Tipp für Sie: Hoch zu Fuß und runter mit der Seilbahn. Zwischendurch eine ausgiebige Pause, um den einmaligen Ort für einen Moment festzuhalten.

Neben dem Tafelberg prägen zwei weitere, kleinere Berge das Bild der Stadt. Damit gemeint sind Lions Head und Signal Hill. Aus der Ferne betrachtet könnte man beide zusammen für einen liegenden Löwen halten. Nicht von ungefähr kommt so auch der Name des erstgenannten Berges, der lediglich zu Fuß erklommen werden kann. Bei einer Höhe von 669 Metern dauert der Aufstieg ca. eine Stunde und führt zweimal rund um den Berg. Von oben bietet der Lions Head aufgrund seines kleinen Plateaus den besten 360 Grad Blick auf Kapstadt. Auch hier kann man nach dem Aufstieg in Ruhe ein Picknick genießen. Man muss jedoch dazu sagen, dass es nur einen Weg hinauf gibt und dieser ist an der einen oder anderen Stelle etwas beschwerlich. Der Signal Hill ist mit dem Lions Head verbunden, sodass man problemlos von einem Berg zum anderen wandern kann. Wer den Lions Head nicht zu Fuß erklimmen kann, sollte auf jeden Fall eine Fahrt auf den Signal Hill unternehmen. Dort kommt man problemlos mit dem Mietwagen oder dem bereits erwähnten „Hop On-Hop Off“ Bus hin. Besonders schön ist es den Moment des Sonnenuntergangs zu beobachten. Auf dem Signal Hill finden sich jeden Abend zahlreiche Besucher für dieses Spektakel ein, auch ich war dort und muss gestehen es geht einem wirklich unter die Haut.

Das Stadtzentrum von Kapstadt liegt zu Füßen des Tafelberges und kann problemlos zu Fuß erkundet werden. Zwischen riesigen, modernen Wolkenkratzern findet man einige wunderschöne Häuser im Art-deco und viktorianischen Stil. In der Innenstadt findet man ein stetiges, reges Treiben. Zahlreiche afrikanische Verkaufsstände befinden sich in den Gassen, die jede Menge Souvenirs verkaufen. Das größte und am schönsten angelegte Angebot bietet der Greenmarket Square, mitten im Herzen der Stadt. Von Salatbesteck, über Schlüsselanhänger bis zu Sonnenbrillen bekommt man hier alles, was das Herz begehrt. Hier ist aber bitte Handeln angesagt. Dies wird von den einheimischen Verkäufern erwartet und als Herausforderung angesehen. Rund um den Platz gibt es zahlreiche Cafés, bei denen man bei einer Kaffeepause wunderbar das Geschehen beobachten kann. Unweit davon befindet sich die wohl bekannteste Straße im Stadtzentrum, die Long Street. Sie ist gesäumt von restaurierten, viktorianischen Häusern, in denen sich Boutiquen, Souvenirgeschäfte, Bars, Cafés und Restaurants befinden. Tagsüber kann man hier entlang spazieren, dabei ein bisschen bummeln und womöglich in einem der Bistros einen Lunchsnack genießen. Abends spielt sich hier in Bars und Diskotheken das Nachleben ab. Besonders empfehle ich ein Abendessen im Restaurant Royal Eatery. Dort gibt es köstliche Hamburger und leckere Cocktails. Anschließend zum Abfeiern, einfach spontan der gewünschten Musikrichtung folgen. Eine gute und entspannte Zeit hat man immer im Dubliner, einem traditionellen Irish Pub, in dem es jeden Abend ab 22 Uhr Live Musik gibt. Ein weiteres Highlight in der Innenstadt ist das Bo Kaap Malaien Viertel, auch Malay Quarter genannt, an den Hängen des Signal Hills gelegen. Es wurde 1780 von asiatischen Sklaven bzw. Gefangenen besiedelt und gilt heute als ältestes Stadtviertel von Kapstadt. Bei einem Spaziergang durch das Viertel fällt die interessante Anordnung der verschieden farbigen Häuser auf. Die bunten Fassaden bieten schöne Fotomotive. Hier kann man in einem der zahlreichen Restaurants wunderbar die malaysische Küche testen. Wer eine Oase inmitten des Zentrums sucht, geht am besten in Company Gardens. Diese Grünanlage wurde einst von Jan van Riebeeck als Obst- und Gemüsegarten angelegt. Heute bietet der Park, mit seinem Botanischen Garten, seinen zahlreichen Besuchern ein schattenspendendes Plätzchen. Wie in jeder Stadt findet man auch in Kapstadt geschichtliche Erinnerungen. Südafrika ist geprägt durch eine sehr turbulente und grausame Vergangenheit. Den Höhepunkt der Ungerechtigkeit erfuhr das Land während der Apartheidpolitik zwischen 1948 und 1989. In dieser Zeit kam es zur radikalen Trennung der Rassen, mit dem Ziel der Aufrechterhaltung der weißen Vorherrschaft. Die schwarze Bevölkerung wurde massiv unterdrückt und bekam deutlich weniger Rechte zugesprochen als Weiße. Der ehemalige, lebendige Stadtteil District Six, heute leer und verlassen, ist eines der größten Mahnmale der Apartheidzeit. Im dazugehörigen District Six Museum sind eine Vielzahl an Erinnerungen aufbewahrt, unter anderem Zeitzeugenberichte, Familienfotos und Straßenschilder mit Hinweisen auf Rassentrennung.

Ein wenig außerhalb vom klassischen Stadtkern liegt das Hafenviertel von Kapstadt. Rund um die beiden historischen Hafenbecken erstreckt sich die berühmte Victoria & Alfred Waterfront (kurz: V&A Waterfront). Dieser Ort ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt. Wer an der Waterfront entlang schlendert trifft auf ein riesiges Freizeit- und Unterhaltungsprogramm, untermalt von heiteren Klängen der Straßenmusiker. Die restaurierte Fußgängerpromenade ist gesäumt von zahlreichen Lokalitäten. Hier können Sie in schickem Ambiente zu Abend essen, mit Blick auf den Tafelberg zur einen und den Hafen zur anderen Seite. An der Stelle sei kurz gesagt, dass die kulinarische Küche in Südafrika von hervorragender Qualität ist und zu absolut fairen Preisen angeboten wird. Zwei auffällige Blickfänger der Waterfront sind der rote Clock Tower und das Riesenrad. Ersterer gilt als Symbol der alten Hafenanlage, zeigt sowohl Uhrzeit als auch Wasserstand an und gibt historische Informationen über die Hafengeschichte von Kapstadt. Das moderne Riesenrad, auch Cape Town Eye genannt, stammt ursprünglich aus Paris. Es ist 50 Meter hoch und dreht pro Fahrt fünf Runden. Von oben genießt man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, den Tafelberg, die Waterfront und die vorgelagerte Insel Robben Island. Letztere ist berüchtigt als ehemalige Gefängnisinsel, auf der auch Nelson Mandela insgesamt 18 Jahre inhaftiert war. Heute ist der Ort eine nationale Gedenkstätte und zählt zu den UNESCO Weltkulturerben. Die Überfahrt zur Insel startet an der Waterfront, am Nelson Mandela Gangway.

Aufgrund der Lage am Meer, bietet Kapstadt auch Möglichkeiten ein paar Strandtage zu verbringen. Vom Stadtzentrum am schnellsten zu erreichen sind die Strandabschnitte von Clifton Beach und der von Camps Bay. Clifton bietet insgesamt vier Sandstrände, die durch Granit-Felsblöcke voneinander getrennt sind. Es ist kein Problem von einem zum anderen Strand zu spazieren, indem man die Felsen überquert. Der Strand von Camps Bay ist umgeben von einer palmengesäumten Promenade, an der sich eine Lokalität an die nächste reiht. Hier wird auch gerne das Motto „Sehen und gesehen werden“ an den Tag gelegt, denn Camps Bay gehört zu den teuersten Stadtteilen von Kapstadt. Dies wird auch bei Betrachtung der luxuriösen Immobilien entlang der Küstenstraße deutlich.

Abschließend möchte ich Ihnen noch einige Ausflugsziele außerhalb von Kapstadt empfehlen. Das Kap der guten Hoffnung habe ich bereits eingangs kurz erwähnt. Meiner Meinung nach gehört es definitiv zu den Orten, die man einmal besucht haben sollte. Irrtümlicherweise wird das Kap häufig als „südlichster Punkt Afrikas“ und „den Ort, wo sich zwei Ozeane treffen“ bezeichnet. Beides trifft auf das 140 km südöstlich gelegene Cape Agulhas zu. Dennoch ist es am Kap der guten Hoffnung unglaublich faszinierend und beeindruckend. Die Entfernung von Kapstadt bis zum Tor des Cape of Good Hope Nature Reserve beträgt ca. 40 km. Mit dem Pkw lässt sich dieses ohne Probleme erreichen, trotz Linksverkehr. Im Park hat man die Möglichkeit, fast bis zum magischen Ort des Cape Point vorzufahren. Vom Parkplatz aus ist es nur noch ein kleiner Fußmarsch hinauf zum Leuchtturm. Alternativ fährt auch eine Seilbahn. Oben angekommen hat man einen unglaublichen Blick über den Ozean, bei dem man tatsächlich das Gefühl verspürt am Ende der Welt angekommen zu sein. Nach einer kurzen Verweildauer lohnt sich der Abstieg hinab, gefolgt von einer kurzen Wanderung zum Kap der guten Hoffnung. Dieses liegt deutlich unterhalb von Cape Point und wird markiert durch ein Holzschild. Das Beweisfoto ist an dieser Stelle natürlich Pflicht. Sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückfahrt kommt man vorbei an weiteren lohnenswerten Orten. Ein Highlight ist zweifelsohne Simons Town, ein kleines Städtchen mit viel altem englischem Charme. Dort hat man am Strandabschnitt Boulders Beach die Möglichkeit afrikanische Brillenpinguine zu beobachten.

Darüber hinaus ist Südafrika, vor allem aber die Region um Kapstadt, berühmt für ein hervorragendes Weinanbaugebiet. An der Stelle empfehle ich jedem, nicht nur Weinliebhabern, einen Ausflug in die umliegenden Winelands von Constantia, Stellenbosch und Franschhoek.

Planen Sie für eine Reise nach Kapstadt Ihren Urlaub am besten zwischen November und März ein, um vor Ort die schönste Sommerjahreszeit zu genießen. Für mich steht eine Wiederkehr außer Frage und ich hoffe auch bei Ihnen ein wenig Neugier geweckt zu haben.


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